WAZ Rhein – Ruhr WRG_2 Nr-114
Donnerstag//Freitag 17./18. Mai 2007
DREI FRAGEN AN
Barbara Kieper
Sie haben einen Roman über Mutproben bei Jugendlichen geschrieben - ist das mutig oder ein relevantes Thema?
Nach einer Studie der Uni Duisburg-Essen verunfallen in Folge von Mutproben bis zu 1000 Jugendliche im Jahr tödlich. Das Hauptpotenzial liegt übrigens bei Jungs, die ein eher niedriges Bildungsniveau haben. Die Bandbreite reicht dabei von Spinne in die Hand nehmen bis zum Rennen über Bahngleise.
Und das passiert nicht mehr, wenn die Jugendlichen Ihr Buch lesen?
Die Lösung liegt in dem Buch darin, dass die Hauptfigur in der Familie die Kurve kriegt und in der Band der Schule die Herausforderung sucht, die man in der Pubertät braucht. Natürlich bekommen Sie Jugendliche in diesem Alter eher schwer zum Lesen, sofern sie es nicht ohnehin schon tun. Ich müsste da mit Schulen kooperieren.
Was können Eltern tun, um sozusagen vorzubeugen?
Ich glaube, wenn das Gespräch in der Familie stockt, wenn jeder blockiert - das ist das Schlimmste, was passieren kann.
Barbara Kieper (49) aus Essen schreibt Jugendbücher. „Sei doch keine Lusche" erscheint im Dieter Frieß-Verlag.