NRZ 18. Mai 2006                                                                                                      NES_9

360 Seiten USA

BUCH-TIPP / Eine Essenerin erzählt, wie eine deutsche Familie in Amerika ihre Wurzeln sucht.

 

 

Für viele Jugendliche ist Amerika immer noch das Traumland schlechthin, egal ob als Ziel für ein Schuljahr im Ausland oder für eine Urlaubsreise. Barbara Kieper, selbst Mutter von zwei Töchtern, fliegt seit mehreren Jahren dorthin und hat viele Erfahrungen gesammelt. Diese nutzte sie für ihr erstes Buch „Das Erbe in Amerika", das sie jetzt veröffentlicht hat. Auf 360 Seiten erzählt die Essenerin die Geschichte von Björn und Katrin, deren Vater am letzten Schultag vor den Sommerferien unerwartet einen Brief aus den USA erhält.

 

Ur-Onkel Willi ist gestorben und die Familie ist eingeladen, zur Testamentseröffnung nach Amerika zu fliegen. Allerdings ist eine Bedingung an das Erbe geknüpft: Vorher muss die Fa­milie eine Reise durch den Westen der USA absolvieren. An verschiedenen Stationen warten neue Briefe, durch die sie einiges über den Ur-Onkel und sein Leben erfahren und neue Anweisungen für die nächste Etappe erhalten.

 

Björn hatte sich eigentlich ein Leben unter Palmen am Strand von Kalifornien erträumt, doch die Reise hält ganz andere Überraschungen bereit: ein dämonisches Unwetter in der Wüste, Kojoten beim Frühstück - und Katrin und Björn erfahren, dass im Land der unbegrenzten Möglichkeiten die Freiheit nicht grenzenlos ist. Patriotismus und der Umgang mit der Umwelt wirken befremdlich auf die beiden, andererseits scheinen die Menschen in Amerika nicht so stur wie in Deutschland.

 

 „Das Erbe in Amerika", 15 Euro

ISBN 3-934555-16-0