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STADTSPIEGEL |
Samstag, 16. September 2006 |
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Schmöker - Tipp |
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Kojoten beim Frühstück und eine Rettung a la Hollywood |
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,Das Erbe in Amerika": Essenerin schrieb ihr erstes Jugendbuch |
Spannung, Witz und jede Menge Wissenswertes über das „Land der unbegrenzten Möglichkeiten*' erwartet die Leser des Buches „Das Erbe in Amerika". Barbara Kieper aus Essen-Steele entführt in ihrem Erstlingswerk alle jungen und junggebliebenen Leseratten zu einem Abenteuer der besonderen Art.

Am letzten verregneten Schultag vor den großen Ferien erhält Björns und Katrins Vater Peter überraschend einen Brief aus Amerika. Der ausgewanderte und längst vergessene Onkel Willi ist gestorben. Nun lädt sein Rechtsanwalt zur Testamentseröffnung ein, die ein lukratives Erbe verspricht. Doch Onkel Willi hat eine Bedingung daran geknüpft.
Ab durch den Wilden Weste
Die Familie muss zuvor eine Reise durch den Westen der USA absolvieren. Da Peters Arbeitgeber sowieso pleite ist, hat er nichts mehr zu verlieren und nimmt die Einladung kurzerhand an. Björn kann es kaum fassen: Eine Reise nach Amerika. Er träumt von einem Leben als reicher Sunnyboy unter Palmen am Strand von Kalifornien. Und das, wo er doch glaubte, die langweiligsten Ferien seines Lebens vor sich zu haben. Er ist überzeugt, das wird der mega coolste Urlaub. „Die Reise wird zu einem Abenteuer der besonderen Art.
Ein dämonisches Unwetter in der Wüste, Kojoten beim Frühstück, eine Lebensrettung a la Hollywood, ein mörderischer Spaziergang, ein direkter Blick in das Mündungsfeuer eines Gewehrs, ja sogar das Bestellen eines amerikanischen Frühstücks wird zur nervenaufreibenden Episode", verrät Barbara Kieper.„Das Erbe in Amerika" sorgt nicht nur für gute Unterhaltung, sondern präsentiert den Jugendlichen auch den Westen der USA. Sie lernen amerikanische Groß- und Kleinstädte kennen und besuchen mit der Familie Kranenfuß Nationalparks.
Unterhaltung mit viel Geschichte
„Dabei gibt besonders der Umgang mit der Umwelt zu denken, der so oberflächlich ist wie die amerikanische Lebenseinstellung. Der junge Leser wird aufgemuntert, einen Vergleich mit Deutschland zu beginnen. Dabei wird er bald feststellen, dass Amerika wohl doch nicht das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist. Der Patriotismus ist befremdend und der 'American way of life' sogar neu zu definieren", erklärt die Steelenserin. Auch kommt die Geschichte des Landes nicht zu kurz. Aus amerikanischer Sicht wird die Zeit seit 1930 aufgegriffen. So erfährt man zum Beispiel, wie sich der Zweite Weltkrieg auf den Alltag in den USA ausgewirkt hat.
Lernen und Lese-Freude
Darüber hinaus wird im Glossar am Ende des Buches zu weiteren geschichtlichen und geo-grafischen Themen informiert. Barbara Kieper: „Oberste Priorität soll aber die Lesefreude behalten, die, so glaube ich, durch Spaß und Spannung gefördert wird." Die Autorin wurde 1957 in Steele geboren und lebt hier zusammen mit ihrem Mann und den beiden Töchtern. Sie bereist seit 1979 die USA und hat viele Erfahrungen gesammelt, die sie weitergeben möchte. Auf der Leipziger Buchmesse konnte die Steelenserin ihr Buch bereits mit großer Resonanz bei Schülern, Eltern, Lehrern und Buchhändlern präsentieren. Das Buch ist im C.V. Traumland-Verlag erschienen (ISBN 3-934555-16-0) und kostet 15 Euro. nvb